SommerLeseLust
SommerLeseLust 2011
"Große Erzählungen"
Literatur von & über große Autoren
Ab Herbst beginnen die monatlichen Lesungen.
Ort und Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Ab Montag, 11. Juli 2011, finden in Heilbronn Klingenberg die alljährlichen Sommerlesungen statt.
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Ort: |
"Unter der Linde" vor der Kirche, |
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Zeit: |
jeweils um 17:30 Uhr mit Cornelia Bielefeldt am |
Montag11.7. Donnerstag14.7. Montag18.7. Donnerstag21.7. Donnerstag28.7. Montag1.8. Montag8.8. Donnerstag11.8. |
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Kein Eintritt - Wir bitten um eine Spende |
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Parken: |
Am Steg (am Neckar) |
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Bus: |
Linie 1 - Haltestelle "Tränkegasse" (vor der Kirche) |
SommerLeseLust 2011 & Le Café - Théâtre präsentieren
Tolstoj in der Nacht
von Pascale Roze
mit Cornelia Bielefeldt
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Ort: |
"Unter der Linde" vor der Kirche, |
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Zeit: |
jeweils um 21:30 Uhr am |
Montag25.7. Donnerstag4.8. |
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Kein Eintritt - Wir bitten um eine Spende |
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Parken: |
Am Steg (am Neckar) |
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Bus: |
Linie 1 - Haltestelle "Tränkegasse" (vor der Kirche) |
Heilbronner Stimme, 15. August 2011
Die Geburt der Klingenberger Festspiele
Erfolgreiche Sommerlesereihe weitet ihr Programm aus
HEILBRONN Es war ein Experiment, und wie sich gezeigt hat, ist es mehr als geglückt: Die Sommerlesereihe in Heilbronn-Klingenberg, die dieses Jahr zum fünften Mal zu erleben war und nun zu Ende gegangen ist, wird ab sofort auch Freiluft-Theaterabende enthalten.
Einzugsgebiet Aus Neckarsulm, Untergruppenbach, Leingarten, Flein und Künzelsau strömen die Zuhörerinnen und Zuhörer mittlerweile in den kleinsten Heilbronner Stadtteil, wenn die in Klingenberg lebende Schauspielerin Cornelia Bielefeldt zur "Sommer-Lese-Lust" einlädt. Bei schönem Wetter unter der Linde hinter der Kirche, bei schlechtem Wetter drinnen - die Eingeweihten wissen Bescheid.
Dieses Jahr gab es an zweien der zehn Abende erstmals ein anderes Programm, gleich nach Einbruch der Dunkelheit: das Schauspiel "Tolstoj in der Nacht", ein poetisches Monodram von Pascale Roze. Das Stück stammt aus dem Repertoire des Café Théâtre, das Cornelia Bielefeldt gemeinsam mit ihrem Mann Nicolas Kemmer im Lauf der vergangenen zehn Jahre im Kaffeehaus Hagen etabliert hat. "Wir haben mit diesem Sommer gewissermaßen die Klingenberger Festspiele eröffnet", sagt Cornelia Bielefeldt. In künftigen Lesesommern soll es jetzt immer Theater geben.
Lebensweisheit Bis auf den zweiten, etwas weniger stark besuchten Abend freute sich Bielefeldt jedes Mal über durchschnittlich 60 Zuhörerinnen und Zuhörer, darunter auch junge Erwachsene. Weil Wilhelm Hauffs "Zwerg Nase" und "Kalif Storch" großen Anklang fanden, ist für kommendes Jahr eine Märchenlesereihe geplant. "Nicht Grimms Märchen", betont Bielefeldt, "sondern große, poetische Geschichten, die anrühren und Menschen in eine andere Welt versetzen können." Sie weiß um die Sehnsucht nach Lebensweisheit, die ihr Publikum hegt. "Das brauchen die Menschen in dieser schnelllebigen Zeit."
von Franziska Feinäugle
Eindrücke
Bilder © Franziska Feinäugle, Heilbronner Stimme
Presse
Wo das Publikum einfach sitzen bleibt
Sommerlesungen lockten an zehn Abenden bis zu 80 Literaturinteressierte nach Klingenberg
Heilbronn Zu den unsympathischen Eigenschaften der Gattung Publikum zählt gemeinhin, dass bereits beim ersten Klatschen des Aplauses etliche Zuschauer oder -hörer sich von ihren Plätzen erheben und unhöflich zu den Ausgängen eilen, um weder persönlich noch hinterm Steuer in irgendeine Art von Gedränge zu geraten.
Das Publikum, das sich jetzt wieder einen Sommer lang jeden Montag und Donnerstag hinter der Klingenberger Kirche versammelt hat, besticht durch die stoische Art, mit der es genau das Gegenteil praktiziert: "Sie bleiben einfach sitzen", fasst Cornelia Bielefeldt zusammen, was sie an neun von insgesamt zehn Sommerleseabenden in Klingenberg erlebt hat. Morgen liest die in Klingenberg lebende Schauspielerin und Sängerin zum letzten Mal für diesen Sommer: um 17.30 Uhr.
Jedesmal mehr Nicht wie in den Vorjahren Liebesgeschichten, sondern Krimis und Gruselgeschichten sind es diesmal, die Cornelia Bielefeldt ihren Gästen vorliest.
Eines aber ist auf verlässliche Weise genauso wie in den vergangenen Sommern auch: Lesungsabend für Lesungsabend sind es mehr Stühle, die Bielefeldts Ehemann und Mitorganisator Nicolas Kemmer aus der Klingenberger Kirche und notfalls auch aus dem Gemeindehaus hinaus auf den gepflasterten Stein trägt. Im Schnitt, rechnet Kemmer hoch, sind diesmal um die 60 Personen zu jeder Lesung gekommen; am bestbesuchten Abend waren es stolze 80.
Dass sie, wie jetzt am Montag, wegen Regens ins Innere der Kirche ausweichen mussten, kam diesen Sommer nur zweimal vor. Dort fehlten dann zwar die atmosphärisch typischen Beiklänge wie Vogelzwitschern und Hundegebell, und selbst die Güterzüge rattern gedämpfter vorüber. Aber um mörderische oder gruselige Geschichten zu hören, ist das Halbdunkel der Kirche nicht das schlechteste Umfeld. Und ein kostenloses Orgelvorspiel von Nicolas Kemmer gibt es obendrein.
Nächstes Jahr wieder Mindestens so spannend wie die vorgelesenen Geschichten ist fürs treue Publikum nach der letzten Lesung diesen Donnerstag die Frage: Liest Cornelia Bielefeldt nächsten Sommer wieder? Sie liest. In Klingenberg. Ob es wieder Krimis sein werden oder Liebesgeschichten oder gar etwas ganz anderes - das weiß die Schauspielerin heute noch nicht zu sagen. Auf die Antwort ist sie ebenso gespannt wie ihre Gäste.